Cannabis Ernte handbuch

Das ultimative Cannabis Ernte Handbuch: Von der Blüte bis zum perfekten Genuss

Die Ernte ist der Moment, auf den Grower monatelang hinarbeiten. Wochen der Pflege, Beobachtung und Geduld kulminieren in wenigen entscheidenden Tagen. Doch genau hier passieren die meisten Fehler. Viele unterschätzen, wie stark Erntezeitpunkt, Trocknung und Curing die finale Qualität beeinflussen. Dieses Cannabis Ernte Handbuch erklärt Schritt für Schritt, wie aus einer reifen Pflanze ein hochwertiges […]

moonrocks

Was sind Moonrocks?

Cannabis wird schon seit einiger Zeit nicht mehr nur in eine Tüte gerollt oder in einen Kopf gestopft. Konsumenten sind heutzutage anspruchsvoller und experimentierfreudiger. Neben Gras oder Hasch erleben beispielsweise Öle und Wax einen echten Boom. Wieso also mal nicht eine wilde Mischung ausprobieren?
Hier kommen Moonrocks ins Spiel. Bei Moonrocks handelt es sich um eine Cannabisblüte, die mit Öl und Kief „paniert“ wird.
Bei der Herstellung von Moonrocks werden für gewöhnlich dichte Blüten verwendet. Diese Blüte wird mit Öl (BHO – Butan Honey Oil) beträufelt, bis sie komplett von dem Öl bedeckt ist. Im Anschluss wird die Öl-benetzte, klebrige Blüte in Kief gewendet, bis sie vollständig bedeckt ist. Zuletzt muss der Moonrock noch trocknen – und das ist der ganze Zauber.

Moonrocks wird nachgesagt, dass sie durchschnittlich bis zu 50 % THC enthalten und sind somit um einiges gehaltvoller als herkömmliche Cannabisblüten. Verglichen mit BHO oder ähnlichen Extrakten ist dieser THC-Gehalt natürlich wesentlich geringer, das High wirkt sich aber auch anders auf den Köper aus. Bei Moonrocks ist es länger und körperbetonter. Dabs mit Extrakten „klatschen“ mehr, schwächen sich aber auch schneller wieder ab.

Wie können Moonrocks verwendet werden?

Moonrocks sind recht fest und klebrig, daher eignen sich Grinder nicht dazu, sie zu zerkleinern. Der Grinder würde nur verkleben und die Moonrocks könnten kaputt gehen. Besser eignet sich ein scharfes Messer, mit dem die kleinen Steinchen ordentlich zerlegt werden können. Sie mit den Fingern zerreißen ist ebenso möglich.
Sie eignen sich gut dazu, eine Sportzigarette aufzuwerten. Eine lange Zigarette nur mit Moonrocks ist nicht empfehlenswert, da in dem Fall das Abbrennverhalten ungleichmäßig ist. Für Bongs und Pfeifen sind Moonrocks wie geschaffen.

Terpene in Cannabis

Terpene in Cannabis: Mehr als nur Aroma – Die unterschätzte Kraft der natürlichen Verbindungen

Bei der Erwähnung von Cannabis als Medizin wird zunächst von THC (Tetrahydrocannabinol) oder CBD (Cannabidiol) gesprochen. Beiden Wirkstoffen werden medizinische Vorteile, wie die Linderung von Schlafproblemen sowie Schmerzen bei Multipler Sklerose zugeschrieben. Allerdings enthält die Pflanze noch viele weitere Wirkstoffe und Verbindungen. Wer sich intensiv mit Cannabis beschäftigt, stößt deshalb schnell auf unbekannte Begriffe, wie Terpene. Doch was sind Terpene eigentlich und haben sie ebenfalls einen Medizinischen nutzen?

Was sind Terpene?

Grundsätzlich sind Terpene fettlösliche chemische Verbindungen, genauer einfache Kohlenwasserstoffe, kommen in ätherischen Ölen sowie vielen Pflanzen vor und bestimmen je nach Verhältnis und Konzentration deren charakteristischen Geruch und Geschmack. Demnach sind sie also für den unverwechselbaren Geruch von Marihuana, aber auch beispielsweise Minze oder Lavendel verantwortlich. Zudem ist zu erwähnen, dass Terpene nicht psychoaktiv wirken und dementsprechend nicht high“ machen. Es gibt über 8000 verschiedene Terpene, von denen in der Cannabispflanze selbst mehr als 100 gefunden wurden. Produziert werden sie bei Hanf in den Harzdrüsen, also am selben Ort an dem auch THC oder CBD entstehen. Terpene bilden den Abwehrmechanismus von Pflanzen und schützen diese somit. Sie vertreiben Raubtiere, wie Hirsche, verhindern die Entwicklung von Bakterien und Pilzen und locken darüber hinaus auch Bestäuber an. Der Bildungsprozess wird neben Geschlecht und Alter von Umweltfaktoren, darunter dem Klima und Wetter, dem Dünger, Bodenart und Tageszeit bestimmt.

Die Medizinischen Vorteile von Terpenen

Mediziner gehen davon aus, dass Terpene ebenso wie Cannabinoide medizinische Eigenschaften aufweisen. Laut einer Studie können Terpene beispielsweise Depressionen und Ängste linder, indem sie auf das Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers einwirken und den sogenannten „Entourage-Effekt“ unterstützen. Diese besagt, dass die Wirkstoffe der Hanfpflanze in Verbindung effektiver sind als einzeln. Demnach ist es empfehlenswert, bei CBD-Ölen auf Vollspektrum-Produkte zurückzugreifen, da diese dazu beitragen, die Effekte von CBD-haltigen Produkten zu verstärken.

Verschiedene Arten von Terpenen

Jedes Terpen wirkt unterschiedlich auf den menschlichen Körper und bietet verschiedene medizinische Vorteile. Das in Cannabis vorkommende Terpen Myrcen nimmt bis zu 60% des Terpenvolumens der Pflanze ein. Des Weiteren ist es in Eukalyptus, Mango, Thymian und Hopfen vorhanden und verleiht Bier sein charakteristisches Aroma. Myrcen werden laut Studie entzündungshemmende, beruhigende und muskelentspannende Wirkungen zugeschrieben. Es wirkt daher schlaffördernd und wird im Rahmen von Hopfenpräparaten zur Unterstützung des Schlafes eingesetzt. Zudem senkt es die Widerstandsfähigkeit der Blut-Hirn Schranke und ermöglicht es somit, dass THC schneller in den Blutkreislauf eindringen kann und man frühzeitig die psychoaktiven Effekte davon spürt. Linalool ist ein weiteres in der Cannabispflanze vorkommendes Terpen und ist bekannt für den blumigen Lavendelgeruch. Es findet aufgrund seiner beruhigenden Wirkung oft Anwendung in Schlafmitteln. Außerdem soll es krampf sowie angstlösend sein, Hautverbrennungen lindern und die Narbenbildung verhindern. Caryophyllene haben ein würziges, holzigen, nelkenartiges Aroma, treten hauptsächlich in schwarzem Pfeffer auf und wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Caryophyllen wirken zudem mit dem Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers, genauer den CB2-Rezeptoren zusammen. Pinien, deren Geruch als kiefernartig und süß beschrieben wird, wirken entzündungshemmend und bronchienweitend. Sowohl Nadelbäume, als auch Salbei, Rosmarin und Eukalyptus enthalten diese. Für den Geschmack und Duft von Zitronenfrüchten und beispielsweise von sogenannten Lemon Haze, also Cannabis mit Zitronenaroma, sind die Limonene verantwortlich. Eine Studie legt nahe, dass es sich bei Limonene um stress, angst und depressionslindernde Terpene handelt, die auch in der Krebsbehandlung Wirksamkeit zeigen. Demnach haben sich die Depressionswerte von Patienten verbessert, nachdem diese dem Duft von Zitrusfrüchten ausgesetzt waren, dies zeigt eine Messung anhand der Hamilton-Skala.

autoflowering cannabis

Was ist Autoflowering Cannabis?

Autoflowering Cannabis-Pflanzen sind eine Neuentwicklung auf dem Cannabis-Markt, welche die letzten Jahre förmlich explodiert ist. Die Suche nach Autoflowering Hanfsamen hat sich allein im letzten Jahr verdoppelt. Autoflowering meint „selbstblühend“, was sich im ersten Moment vielleicht komisch anhört und man könnte sich Fragen, was ist daran besonders? Es blühen doch alle Pflanzen von selbst! Die Bezeichnung ist aber passend und Sie werden in diesem Artikel genau erfahren warum sie so genannt werden und welche Fähigkeiten dahinter stecken.

Die Menschen werden immer aufgeregter, interessierter und neugieriger. Es gibt einen guten Grund für diese Aufregung. Dies ist kein normaler Cannabis -Trend. Es könnte sich hierbei um eine bahnbrechende Entwicklung handeln.

Warum also dieser Lärm um Autoflowering Hanfsamen? Schauen wir uns einige der besten Eigenschaften der Pflanze an:

  • Sie sind kleiner. Dies bedeutet, dass sie leichter zu verbergen, schwieriger zu erkennen und daher eine sicherere Wahl sind um an mehr Orten angebaut werden zu können.
  • Sie wachsen sehr schnell, haben im Vergleich zu ihrer Größe hohe Erträge und sind sogar resistenter gegen Schädlinge und Insekten als andere Cannabis Sorten.
  • Bereit für eine Ernte in 10 Wochen!? Egal wie die Beleuchtungssituation in Ihrem Outdoor- oder Indoor-Grow-Bereich ist, autoflowering Sorten folgen dem in ihren Genen verankerten Wachstumszeitplan. Sie blühen automatisch nach einer gewissen Zeit, nicht nachdem sich das Licht verändert.
  • Es gibt viele verschiedene autoflowering Cannabis-Sorten, und keine zwei Sorten sind gleich. Einige Leute denken, dass Autoflowering Cannabis-Pflanzen von schlechterer Qualität sind als konventionelle und traditionelle Arten von Cannabis.
  • Andere halten es für einen wunderbaren Glücksfall, der den Züchtern und „Hobby Growern“ das Leben erheblich erleichtert. In welcher Kategorie auch immer Sie sich sehen, es könnte durchaus wichtig für Sie sein, mehr darüber und über die verschiedenen Möglichkeiten zu erfahren.

All dies eröffnet Züchtern viele neue Möglichkeiten. Dieser Artikel soll Sie über diese Entwicklung in der Cannabis-Welt auf dem Laufenden halten.

Was ist eine Autoflowering-Cannabis-Pflanze? Um dies vollständig zu verstehen, ist es am besten, zuerst etwas mehr über Cannabis selbst zu erfahren. Cannabis ist eine photoperiodische Pflanze, was bedeutet, dass der Lebenszyklus (insbesondere die Blütephase) durch die Änderungen des Zeitpunkts der Sonneneinstrahlung beeinflusst wird.

Durch diesen Fakt können Züchter das Wachstum ihrer Indoor Cannabis Pflanzen mühelos beeinflussen. Junge Stecklinge und Sämlinge können zum Blühen angeregt werden, indem sie ihnen für ein paar Wochen jede Nacht 12 Stunden ununterbrochene Dunkelheit geben.

Ältere Pflanzen, die im Freien wachsen, werden nicht in die Blütephase wechseln, bis dieselbe Lichtänderung sie durch die natürlichen saisonalen Schwankungen beeinflusst. Diese treten erst nach dem Hochsommer auf.

  • Autoflowering Sorten beginnen zu blühen, wenn die Pflanzen ein bestimmtes Alter erreicht haben, und blühen nicht als Reaktion auf Änderungen des Licht Zykluses.
  • Dies bedeutet, dass sie unabhängig von Wetter, Jahreszeit und Sonnenlicht-zyklus nach einer bestimmten Anzahl von Wochen in die Blütephase eintreten. Dies hat verständlicherweise eine Tür für allerlei neuer Möglichkeiten in der Welt des Cannais-Anbaus geöffnet.
  • Der Zusatz von autoflowering Cannabis-Sorten stammt aus der Kreuzung von Ruderalis-Pflanzen mit einer „Standard“-Cannabis-Pflanze. Da Ruderalis-Pflanzen nicht wegen ihres hohen THC-Gehalts (Ruderalis hat einen geringen THC-Gehalt) kultiviert wurden, wurden sie nicht oft gezüchtet oder von Rauchern verwendet.
  • Aus diesem Grund mussten die Hauptmerkmale der ersten Autoflowering-Sorte den hohen THC-Gehalt aus der Hälfte der „Standard“-Cannabis-Sorte und die Autoflower-Genetik aus der Ruderalis-Hälfte vereinen.

Dieser Prozess war schwierig und anfangs weitgehend erfolglos. Aus diesem Grund verwendeten erfahrene Züchter, vor nicht allzu langer Zeit, aufgrund ihrer geringen Erträge und niedrigen THC-Gehalt, keine Autoflower-Sorten. Sie wurden nicht wirklich ernst genommen.

Die Dinge haben sich jedoch geändert. Die selbstblühenden Cannabis Sorten bzw. autoflowering Samen auf dem heutigen Markt sind genauso zuverlässig wie andere Sorten. Kaufen Sie diese jedoch unbedingt bei einer seriösen Quelle. So können Sie sich sicher sein, dass auch die Charakteristika wie der THC Gehalt und das Wuchsverhalten entsprechend der Sorte zugeschrieben wird, stimmen.

Nachdem diese Merkmale stabilisiert wurden und die Anzahl der qualitativ hochwertigen Marihuana-Sorten ständig ansteigt, ist der Beginn des Autoflower-Zeitalters endlich gekommen.

curing

Umfassender Leitfaden zum Curing von Cannabis: Alles, was du wissen musst – 420 Guide

Nach etlichen Wochen, in denen ihr eure Kultur gehegt und gepflegt habt, ist nun der Augenblick der Wahrheit gekommen. Ihr habt den idealen Erntezeitpunkt abgewartet und begonnen, eure Pflanzen abzuschneiden. Beim Maniküren habt ihr alle Blätter entfernt. Ein letzter Schritt aber fehlt noch, um den Buds alle Feuchtigkeit zu entziehen und höherwertige Produkte zu erzielen: Trocknen und Curing.

Die Bedeutung dieses letzten Schritts darf nicht unterschätzt werden. Richtiges Trocknen und Curing ist absolut entscheidend, um jeden sanften, schmackhaften (und auch potenteren) Rauch zu bekommen, der richtig gutes Cannabis ausmacht. In diesem Post erklären wir euch, wie es geht, aber sehen wir uns doch davor nochmal an, warum das Curing so wichtig ist.

Haltbarmachen

Auch wenn der englische Begriff für deutsche Ohren völlig neumodisch klingt, gibt es das Curing schon seit grauer Vorzeit. Vielleicht war die Fähigkeit der Menschen, ihre Lebensmittel zu trocknen und diese so für einen späteren Zeitpunkt aufbewahren zu können, sogar einer der wichtigsten Schritte für die Entwicklung zivilisierter Gesellschaften.

Obwohl für jedes Lebensmittel ein anderes Curing-Verfahren – Räuchern, Pökeln, Dörren, Reifen usw. – nötig ist, ist das Ziel immer dasselbe: das Produkt haltbarer zu machen und trotzdem Geschmack, Aroma, Nährstoffe und im Fall von Cannabis die Cannabinoide zu bewahren.

Vom Moment an, in dem eine Pflanze abgeschnitten wird, beginnt sie sich zu zersetzen; aerobe Enzyme und Bakterien zersetzen den Zucker- und Stärkeüberschuss, der durch den Verfall des Chlorophylls entstanden ist. Wenn diese Zucker- und Mineralteilchen nicht verschwinden, so verursacht dies das Brennen in der Kehle, das man beim Rauchen von nicht richtig fermentiertem Cannabis spürt.

Durch das Curing wird die Pflanze dazu gezwungen, diese Zucker-, Stärke- und Nährstoffreste zu nutzen, bevor diese verfallen können. Das Curing stoppt den Verfallsprozess also, bevor flüchtige Verbindungen wie die Terpene und Cannabinoide verdunsten können und sich in andere, uninteressante Stoffe verwandeln. Richtiges Curing verbessert also nicht nur den Geschmack und das Aroma von eurem Cannabis, sondern erhöht auch dessen Potenz.

Dies liegt daran, dass die Cannabinoidsynthese (die Produktion der Cannabinoide) durch das Einwirken von Sauerstoff selbst nach der Ernte weitergeht. Wenn die frisch geernteten Cannabisblüten bei der richtigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit gelagert werden, wandeln sich einige nicht-psychoaktive Cannabinoide weiter in THCA um, die saure Vorstufe des psychoaktiven THC, sodass man am Ende Buds mit einer höheren THC-Konzentration erhält.

Cannabis trocknen

Es gibt viele Wege, Cannabisbuds zu trocknen und zu curen; die meisten Grower nutzen aber Varianten einer sehr bekannten Methode, auf die auch wir uns im Folgenden konzentrieren werden, da sie am einfachsten und sichersten gute Ergebnisse liefert.

Als erstes müsst ihr das Cannabis trocknen. Dafür werden meistens die Zweige abgeschnitten, von den unerwünschten Blättern befreit und dann kopfüber an einer Schnur oder einem Draht aufgehängt. Manche Grower ernten und hängen die ganzen Pflanzen auf, andere wiederum schneiden direkt die Buds ab und legen sie auf Trocken-Bleche. Zudem kann man letztere direkt maniküren (frisch maniküren/feucht trimmen) oder noch bis später abwarten (trocken maniküren).

Unabhängig davon, für welche Methode ihr euch entscheidet, müsst ihr das geerntete Cannabis in einem dunklen Raum – Licht zersetzt THC – mit einer Raumtemperatur von 15–20 ºC und einer Luftfeuchtigkeit von 45–55 % lagern und einen kleinen Ventilator hineinstellen, der sanft Luft zirkulieren lässt. Das ist wirklich wichtig, damit der Terpengehalt und damit auch der Geschmack und das Aroma des Endprodukts erhalten bleiben. Wir empfehlen euch deshalb, euch, falls nicht schon vorhanden, einen Entfeuchter, eine Klimaanlage oder eine andere Methode anzuschaffen, mit der ihr derartige Bedingungen halten könnt.

Während des Trockenvorgangs sollte sich der Wassergehalt der Buds von 75 auf 10 oder 15 % reduzieren. Nach einer oder zwei Wochen sollten die Stängel leicht brechen, wenn ihr sie biegt (statt sich einfach ganz biegen zu lassen wie im frischen Zustand), und die Außenseite der Blüten leicht „kross“ sein. Falls das der Fall ist, ist es Zeit für den nächsten Schritt.

Cannabis curen

Wenn ihr festgestellt habt, dass eure Buds trocken sind, ist es Zeit fürs Curing:

1. Zunächst müsst ihr die Buds von den dicksten Stängeln entfernen (ihr könnt sie auch zu Ende maniküren, falls nötig) und in luftdicht verschließbare Behälter füllen.

2. Die meisten verwenden dafür Glasbehälter, Dosen aus Keramik, Metall, Holz oder Plastik tun es aber genauso. Füllt die Behälter mit den Buds, ohne zu drücken (macht sie nur ca. 75 % voll), und stellt sicher, dass oben noch ein bisschen Luft ist. Wenn ihr die Behälter schüttelt, sollten die Buds sich noch bewegen können. Wenn sie aneinander kleben bleiben, müssen sie noch etwas länger trocknen, bevor ihr sie wieder in die Behälter füllen könnt.

3. Verschließt die Behälter und stellt sie an einen kühlen, trockenen und dunklen Ort. Am ersten Tag werdet ihr merken, dass die Buds außen schon nicht mehr so „kross“ und trocken sind, da die Feuchtigkeit im Blüteninnern nach außen dringt. Falls dies nicht passiert, habt ihr euer Cannabis zu lange getrocknet.

4. Öffnet die Behälter während der ersten Woche mehrmals täglich und lasst die Buds einige Minuten lang „atmen“. So kann die Feuchtigkeit heraus und neuer Sauerstoff in das Glas. Ihr könnt auch ein Hygrometer nutzen, um die Feuchtigkeit im Innern des Glases zu überprüfen (ideal sind 60 bis 65 %). Wenn euch beim Öffnen eines Behälters Ammoniakgeruch entgegen strömt, heißt das, dass die Buds noch nicht trocken genug fürs Curen sind und anaerobe Bakterien sich über sie hermachen, was zum Verfaulen führt. Ihr solltet euch die Gläser während des Curings immer wieder ansehen, damit ihr Schimmel und Pilze frühzeitig entdeckt, und alle betroffenen Buds wegwerfen, wenn ihr nicht das ganze Glas verlieren wollt.

Nach der ersten Woche müsst ihr die Behälter nur noch alle paar Tage öffnen.

5. Obwohl die Buds schon nach zwei bis vier Wochen „rauchbereit“ sind, raten wir euch, noch abzuwarten: Ein Curing von vier bis acht Wochen (oder noch länger) verbessert den Geschmack und die Potenz eures Grases noch mehr. Manche Sorten brauchen idealerweise sogar bis zu 6 Monaten Curing. Wenn man es aber übertreibt und sie länger als 6 Monate fermentieren lässt, führt dies nur zu Qualitätsverlust. Fertig gecured ist Cannabis, wenn sein Feuchtigkeitsgrad zwischen 8 und 10 % liegt und wenn es trocken, kross und fluffig zugleich ist.

6. Wenn das Cannabis richtig getrocknet und gecured ist, ist das Risiko eines Schimmel- und Bakterienbefalls viel geringer und es kann besser langfristig gelagert werden. In einem vakuumverschlossenen Behälter und an einem dunklen Ort könnt ihr eure Buds bis zu 2 Jahren aufbewahren, ohne dass ihre Qualität nachlässt.

Das Curing ist wohl das Kapitel der Cannabisproduktion, über das die meisten am wenigsten wissen. Seit der Medizinal- und Genussmittelmarkt angezogen haben, achten aber immer mehr Produzenten auf dieses Verfahren, das ein akzeptables Produkt in ein wirklich hervorragendes verwandeln kann. Mit den Blüten aus eigener Ernte könnt ihr genauso vorgehen. Das beste Marihuana braucht einfach immer ein bisschen mehr Liebe und Aufmerksamkeit, beim Curing wie bei allem anderem auch!

Warte! Wir haben da noch etwas für dich!